Anwohner mit Heugabel rastet aus: Ein Bild aus dem ZDF-Beitrag in TerraX .

Das ZDF Magazin Terra berichtet über das Thema Motorradlärm – von Borgloh bis zum Schwarzwald werden Anwohner gereizt, genervt, belästigt – verlärmt. Das Magazin thematisiert hier ab Minute 9:15 auch die Geschichte des Heugabel-Manns, der einem Raser hinterherrannte und ihn bedrohte. Die Sendung ist eine Bestandsaufnahme zum Saisonstart – ohne dass eine Lösung in Sicht wäre. Aber sie bildet schön ab, dass mit weiteren Konfrontationen zwischen Anwohnern und Rasern/Lärmen unglücklicherweise vermutlich zu rechnen ist.

Katergorien:

6 Kommentare

  1. Der Staatsanwalt kommt hier zu den falschen. Wer Rennszenen mit der Helmkamera filmen will soll gefälligst auch wegen illegaler Rennen belangt werden – ist ja immer alles schön dokumentiert.

  2. Rainer Rau:
    Vor allem bildet die Sendung ab, wie gravierend das Problem ausufert, ohne dass es die Verantwortlichen berührt. Wie so vieles mittlerweile… Der Kipppunkt ist noch nicht erreicht, aber dann wird es statt „Wehret den Anfängen“ mal wieder von einem Extrem ins andere gehen.

  3. 179 Motorräder pro Stunde – was für ein Höllenlärm!

    Etwas zu kurz kommt, dass die Maschinen heute meist bereits ab Werk extra laut gemacht sind. Hinzu kommen Tuning und auch illegale Manipulationen der Besitzer. Kontrolliert wird vielerorts nicht – die Polizei hat angeblich wenig Handhabe.

    Was das für Anwohner heißt, wird hingegen gut herausgearbeitet. Die Anwohner fühlen sich entrechtet und von Behörden und Politik im Stich gelassen. Mit manchem geht die Wut durch.

    Alles in allem ein unerträglicher Zustand. Es wird Zeit, dass die Politik dem Beschluss der Umweltministerkonferenz folgt und den Pegel auf den Straßen wirksam begrenzt – nicht nur für Motorräder, sondern für alle Fahrzeuge!

  4. Ich habe wieder ein Schreiben von der Bürgerbeauftragten bekommen – das vierte auf eine Eingabe. Ergebnis: Kammanixmachen, LBM und Verkehrsbehörde des Kreises sehen keine Notwendigkeit für ein Tempolimit auf 50km/h (würde ohnehin nicht kontrolliert werden), die Polizei hat bei EINER Verkehrskontrolle – in 40 Jahren und nachts um 01.00 Uhr – nur eine nicht gravierende Geschwindigkeitsbegrenzung festgestellt, also keinerlei Handlungsbedarf. Sonderbarerweise beschweren die Anwohner sich alle, aber nur heimlich im Flüsterton:“ Sach bitte net, datt ich watt gesacht hab“. Eine Familie in der Nachbarschaft spricht nicht mehr mit uns, weil ihr perfekt erzogener kleiner Prinz seine Lärmemission von Schallmauerdurchbruch auf normale F16-Lautstärke runterschrauben musste, der war selbst seinen Nachbarn und Verwandten zu extrem, aber jetzt sind wir die Sündenböcke. Wir können anscheinend nur warten, bis der Missstand so ausufert, dass selbst die letzte Schlafmütze und der letzte Schisser aktiviert werden. Jetzt muss in Berlin erst mal die AKK-Rede aufgearbeitet werden, das kann dauern. Das Lärmer-und Raserproblem ist jedenfalls bekannt, leider sind Industrie und Wirtschaft nicht an einer Lösung interessiert. (Lesetipp: NO LOGO, Naomi Klein; hier werden die ECHTEN Regierungen beschrieben.)

  5. Gestern am 7.4.19 wieder „Großkampftag“ bei uns in Borgloh. Ein Aufenthalt im Freien war nicht möglich. Ganze Kolonnen von Motorrädern aus den unterschiedlichsten Regionen und den benachbarten Niederlanden machten einen erholsamen Sonntag unmöglich. Wie immer viele Möchtegern Rennfahrer die ihr Gehirn, soweit vorhanden, komplett ausgeschaltet haben. Zu schnell, zu laut, absichtliches gasgeben an den Kreuzungen, extremes hochbeschleunigen in der Ortschaft. So aufschlussreich der Beitrag im Fernsehen auch war, für uns hat sich an der Situation nichts geändert. Ich frage mich immer wie es möglich ist, ganze Dieselgenerationen bei den KFZ stillzulegen mit der Begründung von Umweltschäden, es aber angeblich keine Handhabe gegen Umwelt- und Personenschäden durch Lärm gibt, von der Umweltverschmutzung durch die Abgase mal ganz abgesehen.

  6. Das Abgasargument greift nicht mehr, oder hat schon mal jemand die Wohnmobile gezählt? Die hört man wenigstens kaum und sie dienen oftmals der Entschleunigung.

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